„Workplace Democracy“ nennt sich ein Konzept aus den 1970er Jahren, das von VertreterInnen der partizipatorischen Demokratie entwickelt wurde, allen voran von Carol Pateman. Dem damaligen Zeitgeist entsprechend sollten alle Lebensbereiche demokratisiert werden. Das Argument war einfach und plausibel: Nur wer Demokratieerfahrungen im Alltag macht, kann sich zum/r demokratischen BürgerIn entwickeln und einer Rolle als Citoyen(ne), als mündige/r DemokratIn gerecht werden. Bildungseinrichtungen und Unternehmen sollten als jene Institutionen, in denen die Menschen einen Großteil ihres Lebens verbringen, von einer Demokratisierung nicht ausgenommen sein. Im Gegenteil: Sie sollten zu Schulen der Demokratie werden. Die Idee setzte sich nicht durch. Weder Bildungseinrichtungen noch Unternehmen haben sich dem Konzept entsprechend demokratisiert. In den meisten Fällen sind sie hierarchisch strukturierte Organisationen geblieben, häufig argumentiert mit der organisationslogischen Unmöglichkeit von Demokratie. Weiterlesen
Zukunftskonzept „Work Place Democracy“: Wie demokratisch sollen Unternehmen sein?
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Der Strukturwandel Barometer
„Die Arbeitszeiten werden bunter und vielfältiger, wieder länger, aber auch kürzer, auf jeden Fall flexibler, “ so der Sozialwissenschafter Hartmut Seifert über die Zukunft der Arbeit im Kontext von Flexibilisierung am deutschen Arbeitsmarkt. Die österreichische Arbeitswelt ist auch in Bewegung: Bekannte Strukturen wie der klassische Normalarbeitstag verändern sich und neue Beschäftigungsformen wie etwa Teilzeitarbeit steigen rasant an. Strukturwandel als Garant für zukunftsfähiges Wirtschaften und für eine lebendige Unternehmenslandschaft ist ein Schlagwort in Debatten und Publikationen rund um das Thema Arbeit und Wirtschaft. Dahinter versteckt sich meist nichts anderes als der Druck auf die ArbeitnehmerInnen, also ihre Arbeitskraft und Arbeitsleistung flexibler zur Verfügung zu stellen.
In Österreich hat sich in den letzten Jahren ein merklicher Strukturwandel in Richtung mehr Flexibilität erkennen lassen. Dabei stand hier aber die Arbeitgeber-Definition von Flexibilität mehr im Vordergrund als den Flexibilisierungswünschen von ArbeitnehmerInnen nachgekommen wurde, die sich nicht zwangsläufig an Produktionszyklen orientieren.
Ein Beitrag von Ines Grössenberger und Tobias Hinterseer.
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Zukunft mit Zahlen – Einkommen in Salzburg
Diese Serie am Blog des Zentrums für Zukunftsstudien beschäftigt sich mit den Entwicklungen der Einkommen im Land Salzburg. Vergangene Woche hat die Arbeiterkammer Salzburg den Kurzbericht „Salzburger Daten und Fakten- Arbeitsmarkt-Einkommen-Wirtschaft“ veröffentlicht.
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Arbeitsbeziehungen 2030- Vier Szenarien
Das Europäische Gewerkschaftsinstitut (ETUI) hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Prospektive Studien e.V. (IPA) vier Zukunftsszenarien für die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in Europa entwickelt.
Ein Schwerpunkt und eine Kompetenz des Zentrums für Zukunftsstudien liegt in der Entwicklung von Szenarien gesellschaftlich relevanter Prozesse (zum Beispiel: EU- Projekt INTEGRAL, Zukunftsstrategien für eine alternsgerechte Arbeitswelt). Aus diesem Grund wird diese Studie hier vorgestellt.
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Soziale Inklusion und Citizenship
Das Ziel der sozialen Inklusion lässt sich an der gleichberechtigten Teilhabe von Menschen am gesellschaftlichen Leben, an der Arbeitswelt und an sozialen Beziehungen festmachen. Anders ausgedrückt bedeutet Inklusion Zugang zu und Realisierung von politischen, zivilen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Rechten. Diese werden als „unteilbar“ gedacht, da die Verwirklichung des einen Rechts von anderen Rechten abhängt.
Das Konzept der sozialen Inklusion steht damit in einem Naheverhältnis zu „Citizenship“. Dieser Begriff bezieht sich auf mehr als nur formale Staatsbürgerschaft. Citizenship definiert Rechte und Pflichten von Einzelnen gegenüber dem Staat sowie das rechtliche Verhältnis von Einwohner_innen untereinander. Dabei geht es nicht nur um Staatsbürger_innen, sondern um alle Menschen, die legalerweise oder trotz ungeklärtem oder ungewissem Aufenthaltsstatus innerhalb einer politischen Gemeinschaft leben und zu unterschiedlichen Graden an der Arbeitswelt und am politischen und gesellschaftlichen Geschehen teilnehmen (dürfen).
In normativ-theoretischer Hinsicht stellt sich die Frage, wie Citizenship so inklusiv wie möglich ausgestaltet werden kann, angesichts der Tatsache, dass das Konzept einschließende und ausschließende Tendenzen in sich vereint. Einerseits eröffnet es Teilhabemöglichkeiten an einer politischen Community; andererseits schließt es diejenigen aus, die als nicht-zur-Community-zugehörig definiert werden. Wenn jedoch soziale Inklusion das übergeordnete Ziel ist, muss auch Citizenship dementsprechend ausgestaltet werden.
Bausteine für ein inklusives Citizenship-Modell präsentiert der Artikel „Intersectionality and Inclusive Citizenship“, der am 22. März 2013 bei der European Conference on Politics and Gender (ECPG) an der Universitat Pompeu Fabra in Barcelona mit einem internationalen Fachpublikum diskutiert werden wird. Hier können Sie den Artikel abrufen.
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Europa 2020: Austerität statt Sozialpolitik
Die EU hat sich in ihrem Strategiepapier „Europa 2020“, das vor nun fast drei Jahren beschlossen wurde, sehr ambitionierte Ziele gesteckt: Intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum wird angestrebt, also ein sozial nicht nur verträgliches, sondern inklusives Wachstum. Unter anderem wird in dem Papier auf mögliche Folgen der Krise, insbesondere auf soziale Spannungen verwiesen, die man durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen in den Griff kriegen will. Eine der jüngsten Konkretisierungen dieser Ziele besteht in der Jugendbeschäftigungsgarantie, die dafür sorgen soll, dass kein junger Mensch in Europa länger als vier Monate ohne Job oder Ausbildung ist. Ob diese Garantie von den Mitgliedsländern bis 2020 tatsächlich umgesetzt wird oder zumindest in einigen davon im Sand verläuft, hängt von vielen Entwicklungen ab. Tatsache ist, dass die EU-Kommission in arbeitsmarktpolitischen und sozialen Politikfeldern keine Sanktionen aussprechen kann, wenn ein Staat die Ziele nicht erreicht. Zu groß ist in diesen Strategiefragen die Autonomie der EU-Mitglieder, um sie wirklich unter Druck setzen zu können. Zu wenig einig ist man sich untereinander über sozialpolitische Maßnahmen. Weiterlesen
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Zweite Phase des INTEGRAL-Projektes angelaufen
Zusammen mit zahlreichen anderen Forschungseinrichtungen ist das Zentrum für Zukunftsstudien an einem interdisziplinären und internationalen Forschungsprojekt beteiligt. INTEGRAL lautet die Abkürzung des von der EU geförderten Projektes, bei dem die zukünftigen Entwicklungen der europäischen Forst- und Waldlandschaften antizipiert werden sollen. Das Zentrum für Zukunftsstudien koordiniert und begleitet in diesem Zusammenhang 20 Szenario-Prozesse in 10 europäischen Ländern.
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