Monatsarchiv: Juli 2011

Stilblüten 1 – „Schöne neue Welt“

„Stilblüten“
von Heiko Berner

Die „Stilblüten“ sind eine bunte Reihe von kritischen Betrachtungen zum Thema „Zukunft und Lebensstil“. Sie befassen sich mit Lebensstil-Trends, der Entwicklung von alternativen Lebensstilen, die verschiedene Subkulturen oder Milieus repräsentieren, oder mit wenig beachteten Lebensstilen. Die Fragen, denen die Artikel nachgehen, beziehen sich auf sozialwissenschaftliche Rahmenbedingungen, die den präsentierten Lebensstilen zugrunde liegen – oder eben auch nicht. Sie beziehen sich auf die zugrundeliegende Methodik der Ermittlung von Lebensstilen, auf deren Repräsentativität, auf die Plausibilität bei der Entwicklung von zukünftigen Lebensstilen oder auf Zusammenhänge zu übergeordneten Gesellschaftstheorien.

Stilblüten 1
– „Schöne neue Welt“

„Megatrends – Zum neuen Glück“ titeln die Salzburger Nachrichten in einer 28-seitigen Sonderausgabe im Juni 2011.

Das ganze Heft befasst sich mit Megatrends, Lebensstilen der Zukunft und mit Glück. „Die Zukunft ist weiblich“, „Die Rückkehr der Großfamilie“ oder „Lieber Zeit als Geld“ sind einige der Titel, die schon viel über die vorgestellten Trends und die dazugehörigen Lebensstile aussagen. Mit selbstbewusster Sicherheit prognostizieren die interviewten und zitierten Experten und Expertinnen unsere Zukunft immer wieder entlang allgemeiner Strömungen, die sie Megatrends nennen. Diesen MegatrendforscherInnen ist dabei ein wissenschaftlicher Anspruch gemein, der für die Plausibilität ihrer Prognosen bürgen soll. Doch was hat es mit der Wissenschaftlichkeit wirklich auf sich?

Dieser Frage geht der Beitrag „Schöne neue Welt“ nach.

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„Zukunft der Pensionssysteme“

Kürzlich präsentierte die OECD in Wien ihren aktuellen Wirtschaftsbericht zu Österreich. Dabei lobte Generalsekretär Gurría die Leistungen Österreichs und betonte, dass er Österreich nach wie vor in der „Champions League“ spielen sieht. So weit so gut. Wenn Österreich seinen Platz in der Spitzengruppe behalten wolle, müsse das Land wesentliche Reformen angehen:

  • Weitere Schritte zur Budgetkonsolidierung
  • Effizienzsteigerungen in allen wichtigen Ausgabenbereichen, v. a. im Gesundheitssystem
  • Erhöhung der Steuern auf Vermögen bei gleichzeitiger Senkung der Steuern auf Arbeit

Im wesentlichen: die üblichen Reformvorschläge der OECD, ausgenommen die für die OECD ungewöhnliche Empfehlung, Kapitalvermögen und -einkünfte (Erbschaften, Schenkungen, Immobilien, etc.) höher  zu besteuern, um im Gegenzug die Steuern auf Arbeit senken zu können. Die OECD empfiehlt ebenfalls die Reform der Pensionssysteme, im Hinblick auf die Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters.

Ein aktuelles Papier beschäftigt sich mit den grundlegenden Risiken und Vorteilen von öffenltichen und privaten Pensionssystemen, aber auch mit möglichen Policy Options, die eine nachhaltige Finanzierung der öffentlichen Pensionssysteme ermöglichen.

Der Beitrag kann hier heruntergeladen werden.

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