Monatsarchiv: März 2012

Wissensupdate: Geringfügige Beschäftigung in Österreich

Der Arbeitsmarkt in Österreich ist durch eine zunehmende Flexibilisierung gekennzeichnet. Ein Indikator für diese Entwicklung ist der Anstieg der geringfügigen Beschäftigung. Dieses Wissensupdate stellt eine aktuelle Studie zu diesem Trend am österreichischen Arbeitsmarkt dar.

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Entwicklung der Arbeitszufriedenheit im Bundesland Salzburg

Der Arbeitsklimaindex ist ein Erhebungsinstrument, mit dem das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Menschen an ihrem Arbeitsplatz gemessen werden. Im Gegensatz zu ausschließlich „objektiven“ Indikatoren, die zur Beschreibung des gesellschaftlichen Wandels und der wirtschaftlichen Entwicklung herangezogen werden (Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosen­quote, etc.), ergänzt der Arbeitsklimaindex die Betrachtung der Arbeitswelt um die subjektive Dimension, also um das Erleben der Arbeitswelt aus Sicht der Beschäftigten. Der Arbeitsklimaindex für das Bundesland Salzburg wird seit 2004 erhoben. Das Paper (Download hier) präsentiert die aktuellen Ergebnisse der Arbeitsklimaindex-Erhebung 2011 in Verbindung mit der Längsschnittentwicklung der Arbeitszufriedenheit im Bundesland Salzburg. Kurz zusammengefasst: in vielen Bereichen des Arbeitsklimaindex lassen sich 2011 die schlechtesten Ergebnisse seit Erhebungsbeginn beobachten. Zentrale Themen sind Einkommen, Arbeitszeit, Work-Life-Balance und steigende Belastungen am Arbeitsplatz.

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Reformen für ein neues Europa

In Anbetracht der schwierigen Zeit, welche die Europäische Union seit einigen Monaten durchlebt, machen sich viele Gedanken über Reformen. Zuletzt führten auch österreichische Politiker wie Othmar Karas oder Alexander van der Bellen das Wort von den Vereinigten Staaten Europas im Munde, und der Vizekanzler und Außenminister Spindelegger zeigt sich offen für einen neuen EU-Vertrag.  Doch was braucht die Europäische Union wirklich? In einem neuen Wissens-Update des Zentrums für Zukunftsstudien wird argumentiert, dass es in erster Linie um Vereinfachung und Parteipolitisierung geht.  Die heutige EU ist ein politisch äußerst komplexes Gebilde, in dem Entscheidungen für die BürgerInnen schwer nachzuvollziehen sind und unklar ist, wer welche Regierungsfunktionen innehat. Man weiß auch nicht genau, wie man die Regierenden in der EU „ohne Blutvergießen“ wieder loswerden kann, um ein Wort von Karl Popper zu gebrauchen. Diese Unklarheit führt zu einem Demokratiedefizit und damit zu Legitimationsproblemen. Diesen könnte man durch folgende Reformen begegnen: 1. Direktwahl des/r KommissionspräsidentIn, 2. echtes Zweikammernsystem, 3. geschriebene Verfassung und Klärung der Kompetenzen, 4. Sozial- und steuerpolitische Kompetenzen für die EU, 5. Höheres EU-Budget, 6. Mehr Öffentlichkeit durch Parteipolitik. Für Details zu diesen Vorschlägen siehe Wissens-Update EU-Szenario: Mehr Klarheit, Geld und Parteipolitik von Markus Pausch.

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Umstrittene neue Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“ vorgestellt

Die Studie „Lebenswelten junger Muslime in Deutschland“, die vergangene Woche vom deutschen Bundesinnenministerium herausgegeben wurde, erhielt – nicht zuletzt durch die problematische Präsentation durch den deutschen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) – hohe mediale Aufmerksamkeit. Verschiedene Politiker – auch aus der Regierungskoalition – lehnen Friedrichs einseitiges Vorgehen ab: Er informierte die Bild-Zeitung vorab mit überwiegend negativen Teilergebnissen. Auch seine eigene konfliktfördernde Rhetorik  ist Teil der Kritik.

Neben Friedrichs Kompetenz wird allerdings auch die Studie selbst angezweifelt. In der zentralen Fragestellung werden die Begriffe „Integration“ und „Radikalisierung“ als Gegenpole vorgestellt, die weniger als Auswirkungen individueller oder gesellschaftlicher Prozesse, denn mehr als Zustände verhandelt werden, in denen sich junge Menschen befinden. Dadurch trägt die Untersuchung eher zur Festigung dieser gewachsenen Positionen bei, in denen sich Einzelne befinden, anstatt die Gruppe der muslimischen MigrantInnen grundsätzlich anzuerkennen und so einen Dialog gleichberechtigter und gleichwertiger gesellschaftlicher Gruppen zu fördern.

Im Originaltext lautet die Fragestellung der Studie wie folgt:

„Welche Kriterien lassen sich empirisch begründen, um junge Muslime in Deutschland auf der Grundlage ihrer Einstellungen und Verhaltensweisen als integriert beziehungsweise radikalisiert und unter Umständen extrem islamistisch beurteilen zu können?“

Dass Wissenschaft auch anders kann, zeigt die Studie „In Sippenhaft. Negative Klassifikationen in ethnischen Konflikten“ des Soziologen Ferdinand Sutterlüty aus dem Jahr 2010. Hier werden bestimmte Formen der Ausgrenzung thematisiert und erklärt, die gerade im Falle erfolgreicher Integration, beispielsweise bei beruflichem Erfolg oder aktiver politischer Partizipation, auftreten.

Sutterlütys Buchveröffentlichung wird im neuesten Wissens-Update  in zusammengefasster Form präsentiert und kritisch gewürdigt.

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EU Interim Prognose 2012

Die Europäische Kommission hat kürzlich – im Rahmen des „Europäischen Semesters“ – im vergangenen Februar ihre vorläufige Prognose für 2012 vorgelegt. Das Bruttoinlandsprodukt der Europäischen Union (27 Mitgliedsländer) wird demnach stagnieren, während es in der Eurozone (17 Länder) sogar rückläufig ist – eine Rezession setzt ein. Obwohl die Kommission die negativen Effekte auf das Wirtschaftswachstum erkennt, gibt es offensichtlich keinen Grund die wirtschaftspolitische Strategie des Sparens zu modifizieren:

„Member States have adopted additional measures to pursue necessary fiscal consolidation as the sovereign debt crisis in some euro-area Member States lingers on, although this is likely to weigh on growth perspectives in the short run.“

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