Buch Neuerscheinung am ZfZ: Zehn Mythen zur Zukunft der Arbeit

4483_001Wie wir in Zukunft arbeiten und wie sich die Arbeitswelt verändern wird, ist von vielen Einflussfaktoren abhängig. Die komplexen Entwicklungen werden in der Öffentlichkeit oft verkürzt dargestellt: Falsche Analysen und unrealistische Prognosen bieten Raum für Spekulationen und verdichten sich zu Mythen zur Zukunft der Arbeit, die meistens jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Gerade im heftig umkämpften Bereich der Arbeit und der Arbeitswelt ist es von großer Bedeutung, auf Basis welcher Erzählungen, und Interessen die Zukunft gestaltet wird. So scheint es, dass unser Pensionssystem bald kollabiert, Mindestlöhne den Wirtschaftsstandort gefährden und Gewerkschaften antiquiert sind- Aber ist da wirklich so? Christian A. Belabed und Tobias Hinterseer vom Zentrum für Zukunftsstudien Salzburg haben sich genau mit diesen und weiteren Themen beschäftigt und daraus ein gut verständliches Buch verfasst.

In diesem Buch, erschienen im ÖGB Verlag Wien, werden die zehn gängigsten Mythen aufgegriffen und auf ihren Gehalt sowie auf ihre Berechtigung hin überprüft: Die Autoren beschäftigen sich mit vermeintlichen „Wahrheiten“, wie dem Wandel der Arbeitsgesellschaft, dem vermeintlichen Ende der Arbeit und des Industriezeitalters, mit Gewerkschaften, MigrantInnen am Arbeitsplatz, Mindestlöhnen sowie mit dem Zusammenhang von Investitionen und Gewinnen, genauso wie mit den Themen Pensionen, Flexibilität im Job und der Erosion des Normalarbeitsverhältnisses.

In dieser Publikation wird klar, dass die Arbeitswelt und das, was wir unter Arbeiten verstehen, stets im Wandel sind und auch schon immer waren. Insofern ist das heutige Schlagwort der Flexibilität lediglich der jüngste Trend in einer langen Abfolge von Entwicklungen und Gegenentwicklungen. Es wird auch gezeigt, dass „traditionelle“ Institutionen wie Gewerkschaften eine zentrale Rolle in der Zukunft spielen werden. Die Mär vom sich selbst regelnden Markt, der Gewinne quasi automatisch gesellschaftlich umverteilt, muss angezweifelt werden. Für eine sozial verträgliche Gestaltung der veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen braucht es politische Steuerung. Ein komplexes Geflecht von Faktoren bestimmt die Zukunft der Arbeit, vieles, was heute noch „normal“ ist, kann morgen schon ganz anders sein. Die hier vorgestellten Mythen erheben daher nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sollen objektiv erscheinende Wahrheiten in Frage stellen und vor allem zum Nachdenken anregen.

Statt die vielschichtigen Vorgänge rund um die Arbeit zu diskutieren, dominiert vielmehr das Credo „bad news is good news“. Dieses Buch hat sich zum Ziel gesetzt, zehn weit verbreitete Deutungsmuster und Erzählungen zur Zukunft der Arbeit aufzugreifen und als Mythen zu entlarven.

Christian Alexander Belabed/ Tobias Hinterseer

Zehn Mythen zur Zukunft der Arbeit

ÖGB Verlag Wien

112 Seiten

Das Buch kann unter anderem über den Online-Shop des ÖGB-Verlags Wien bezogen werden

Anbei zwei Leseproben aus dem Buch

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