Monatsarchiv: Oktober 2013

StaatsbürgerInnenschaft auf dem Prüfstand

Die Konferenz „Gendered Citizenship: History, Politics and Democracy“, die zu Ehren der norwegischen Historikerin Ida Blom am 14. und 15. Oktober 2013 an der Universität Bergen stattfand, bot internationalen Gender-ForscherInnen ein vielseitiges Programm. In den drei Hauptsträngen wurde zentralen Fragestellungen zu „Gender in the Public Sphere“, „Sexual Citizenship“ sowie „Representation, Democracy and Freedom“ nachgegangen. Von Frauenrechten im Sudan, über Mediendiskurse bis hin zu Quoten und Frauen in der Legislative reichten die Beiträge von WissenschafterInnen aus Europa, den USA sowie einigen afrikanischen Ländern. Während die konzeptionelle Seite der Konferenz in Bezug auf die Panels hätte gestärkt werden können, bestach die Tagung durch die Keynotes von international renommierten Wissenschafterinnen.

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Vortragsreihe an der Urania- Der demographische Wandel in Österreich: Gegenwart und Zukunft

In der Presse hat sich das Thema „Demographischer Wandel“ zusammen mit Horrorszenarien für die Arbeitswelt und die sozialen Sicherungssysteme einen Spitzenplatz in den Schlagzeilen erobert. Gemeinsam mit Bestsellern wie „Deutschland schafft sich ab“ (Thilo Sarrazin) oder „Das Methusalem-Komplott“ (Frank Schirrmacher) wird der kommende Untergang des Abendlandes propagiert. Über„Demografie“ wird überall gesprochen. Aber was ist darunter genau zu verstehen? Wie wirkt sie auf die heutige Gesellschaft? Und mit welchen Veränderungen ist in der Zukunft zu rechnen?

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Demokratie als Sisyphos-Arbeit? Veranstaltung zum 100. Geburtstag von Albert Camus

Am 7. November 2013 wäre der französische Widerstandskämpfer, Philosoph, Schriftsteller, Regisseur, Journalist und Nobelpreisträger Albert Camus 100 Jahre alt geworden. Sein Werk ist nach wie vor aktuell und nicht nur vom literarischen Standpunkt aus anspruchsvoll, sondern auch für die Sozialwissenschaften anregend und inspirierend. Während seine Romane „Der Fremde“ und „Die Pest“ stets als Klassiker der Weltliteratur gefeiert wurden, schien man seine Philosophie eines widerständigen und radikalen Pazifismus nach seinem Zwist mit Jean-Paul Sartre in den 1950er Jahren und seinem tödlichen Autounfall 1960 beharrlich zu ignorieren. Erst in letzter Zeit erhält sie wieder erhöhte Aufmerksamkeit.  Camus verurteilte die Heilsversprechungen und Prophezeiungen einer besseren Welt, egal aus welcher ideologischen Richtung sie kamen. Keine Utopie habe das Recht, das Glück der gegenwärtig lebenden Menschen einzuschränken. Gegenwärtige Ungerechtigkeiten dürfen demnach nicht mit einer goldenen, aber fernen Zukunft gerechtfertigt werden. Der Einzelne müsse sich gegen Misstände im Hier und Jetzt auflehnen, sich empören und einmischen. Der vor kurzem so populär gewordene Aufruf „Empört euch“ des französisch-deutschen Diplomanten Stéphane Hessel, ist derselben Grundhaltung geschuldet. Politisch höchst aktuell sind auch Camus´ Texte über das Fremdsein, die Abschaffung der Todesstrafe, über eine europäische Föderation und eine globale Demokratie. Das Literaturhaus Salzburg würdigt ihn mit einer Veranstaltung am 30. Oktober um 19 Uhr, in der es um die Frage nach der Aktualität seines Werkes im 21. Jahrhundert geht.

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