Archiv des Autors: Ines Grössenberger

Entwicklung der Arbeitszufriedenheit im Bundesland Salzburg

Der Arbeitsklimaindex ist ein Erhebungsinstrument, mit dem das Wohlbefinden und die Zufriedenheit der Menschen an ihrem Arbeitsplatz gemessen werden. Im Gegensatz zu ausschließlich „objektiven“ Indikatoren, die zur Beschreibung des gesellschaftlichen Wandels und der wirtschaftlichen Entwicklung herangezogen werden (Bruttoinlandsprodukt, Arbeitslosen­quote, etc.), ergänzt der Arbeitsklimaindex die Betrachtung der Arbeitswelt um die subjektive Dimension, also um das Erleben der Arbeitswelt aus Sicht der Beschäftigten. Der Arbeitsklimaindex für das Bundesland Salzburg wird seit 2004 erhoben. Das Paper (Download hier) präsentiert die aktuellen Ergebnisse der Arbeitsklimaindex-Erhebung 2011 in Verbindung mit der Längsschnittentwicklung der Arbeitszufriedenheit im Bundesland Salzburg. Kurz zusammengefasst: in vielen Bereichen des Arbeitsklimaindex lassen sich 2011 die schlechtesten Ergebnisse seit Erhebungsbeginn beobachten. Zentrale Themen sind Einkommen, Arbeitszeit, Work-Life-Balance und steigende Belastungen am Arbeitsplatz.

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Arbeitsklimaindex Tourismus. Ergebnisse einer Arbeitsklimaindex-Befragung

Diese und viele weitere Fragen stellte die Arbeiterkammer Salzburg den rund 30.000 unselbständig Beschäftigten im Tourismus im Bundesland Salzburg, mit einem beachtlichen Rücklauf von 9,4 Prozent. Wie bereits bei den letzten Arbeitsklimaindex-Erhebungen beauftragte die AK Salzburg das Zentrum für Zukunftsstudien die Erhebung wissenschaftlich zu begleiten sowie die Auswertung, Interpretation und Berichterstattung durchzuführen.

Angesichts des seit Jahren bestehenden Nachwuchsproblems im Tourismus und der Tatsache, dass der Tourismus seit Jahren an der Spitze der Rechtsberatungsfälle in der Arbeiterkammer liegt, war es der AK Salzburg und der Gewerkschaft VIDA ein Bedürfnis, den Tourismus näher zu untersuchen.

Die kürzlich fertiggestellte Studie „Arbeitsklimaindex Tourismus“ fand eine breite öffentliche Aufmerksamkeit. Mit den Studienergebnissen konnten die bereits bekannten Problemlagen im Tourismus bestätigt werden und zusätzlich weitere interessante Erkenntnisse über die subjektive Bewertung der Tourismusbeschäftigten, hinsichtlich einer Bandbreite an arbeitsbezogenen Aspekten, gewonnen werden. Hoher Zeitdruck, flexible und unregelmäßige Arbeitszeiten, Arbeit auf Abruf, als auch das niedrige Einkommensniveau zählen zu den Hauptergebnissen, welche die Studie hervorbrachte. In struktureller Hinsicht ist der Tourismus durch einen überdurchschnittlich hohen Frauenanteil sowie ArbeitnehmerInnen mit Migrationshintergrund geprägt. Der Großteil der Beschäftigten ist als ArbeiterIn beschäftigt, was sich unvorteilhaft auf die Rechte, das Lohnniveau und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten auswirkt. Die Beschäftigung selbst ist geprägt durch eine hohe Instabilität mit hoher Fluktuation, saisonale Schwankungen und einem hohen Arbeitslosigkeitsrisiko. Zudem sind Tourismusbeschäftigte besonderen Belastungsformen und hohem Zeitdruck ausgesetzt, die flexiblen Arbeitszeitformen machen es zusätzlich schwer, Beruf und Familie zu vereinbaren.

Nicht zuletzt zeigt sich der Arbeitsklimaindex Tourismus weit unterdurchschnittlich: Mit 99 Indexpunkten liegt dieser weit unter dem Ergebnis des allgemeinen Salzburger Arbeitsklimaindex (2010: 114 Indexpunkte), welcher jährlich unter allen Salzburger ArbeitnehmerInnen von der Arbeiterkammer Salzburg in Kooperation mit dem Zentrum für Zukunftsstudien und IFES (Institut für empirische Sozialforschung) durchgeführt wird. Die Ergebnisse des allgemeinen Salzburger Arbeitsklimaindex für das Jahr 2011 werden im Frühjahr 2012 präsentiert.

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