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Einkommen der ArbeiterInnen und Angestellten in Salzburg

Zum Jahresende 2013 hat die Arbeiterkammer Salzburg  die jährlich erscheinende Studie „Einkommen 2012 der ArbeiterInnen und Angestellten in Salzburg“ präsentiert. Die Studie nimmt dabei die Einkommenssituation im Bundesland Salzburg genau unter die Lupe und liefert so ein differenziertes Bild im Vergleich zur österreichweiten und regionalen Einkommensentwicklung. Die Daten basieren vorwiegend auf dem Bruttomedianeinkommen  des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger [1].

Die „Serie Zukunft mit Zahlen“ hat sich bereits in früheren Beiträgen mit der Reallohnentwicklung, der Entwicklung der Einkommen in Salzburg nach den Daten der Sozialversicherung, sowie dem „gender pay gap“  am Salzburger Arbeitsmarkt beschäftigt.

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Ein Kommentar

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Mythos Unsichere Pensionen

Vor geraumer Zeit wurde an dieser Stelle versucht, die Pensionsdebatte etwas zu entmystifizieren oder anders ausgedrückt: Es wurde dargestellt, warum öffentliche Pensionssysteme (Umlageverfahren) nicht so schlecht sind wie gemeinhin angenommen, und warum private Systeme (Kapitaldeckungsverfahren) nicht so vorteilhaft sind wie üblicherweise in den Medien und politischen Debatten behauptet wird.

Selbstverständlich ging die Debatte seither weiter, und daher soll an dieser Stelle ein weit verbreiteter Mythos aufgearbeitet und kritisiert werden, nämlich dass wir ohnehin keine Pensionen vom Staat bekommen. Das Hauptargument gegen die öffentlichen Pensionssysteme ist, dass sie aufgrund der Alterung der Gesellschaft (demographische Entwicklung) in Zukunft nicht zu finanzieren seien. Zu vielen PensionistInnen stehen zu wenige Personen im Erwerbsleben gegenüber, die die Pensionen finanzieren. Warum betrifft dieses Problem, wenn es doch ein gesamt gesellschaftliches Phänomen ist, jedoch nur das öffentliche Umlageverfahren? Nun, das tut es nicht. Das Risiko, ausgelöst durch den demographischen Wandel der Gesellschaften in industrialisierten Ländern, betrifft sehr wohl auch die privaten Systeme. Wie in einer aktuellen Publikation erklärt wird, sind auch die privaten Kapitaldeckungsverfahren diesem Risiko ausgesetzt. Ein kleines Gedankenexperiment: Eine Generation mit sehr vielen Mitgliedern, die „Baby-Boom-Generation“, geht verdienterweise in den Ruhestand. Diese Generation hat während des Erwerbslebens in private Pensionsversicherungen eingezahlt. Diese Pensionsfonds nehmen das Kapital und legen es in Aktien, Staatsanleihen oder sonstigen Finanztitel an. Nach mehreren Jahrzehnten gehen also viele dieser Kapitalbesitzer in Pension und verkaufen „ihr“ Finanzvermögen um daraus das Einkommen für den dritten Lebensabschnitt zu finanzieren. Wenn nun die nachkommende Generation weniger Mitglieder hat (weil beispielsweise die Geburtenrate mittlerweile gesunken ist), gibt es weniger Nachfrage für das Angebot an Finanzvermögen. Nun greift ein Kerngesetz der Volkswirtschaftslehre: sinkt die Nachfrage bei gleichbleibendem Angebot, so sinkt der Preis der Aktien und Staatsanleihen. Was wiederum heißt, dass das Finanzvermögen der jüngeren Generation weniger wert ist. Es bleibt noch zu erklären, warum dieses System einem öffentlichen Umlageverfahren vorzuziehen ist. Private Pensionsvorsorgesysteme, die über den Kapitalmarkt finanziert werden, sind weiteren Risiken ausgesetzt, die das öffentliche System nicht kennt.

  1. Kapitalmarktrisiko (rasche und signifikante Abwertung von Finanzvermögen à Stichwort Finanzkrisen)
  2. Insolvenzrisiko (Pensionsfonds, etc.)

Öffentliche Umlageverfahren sind also nicht unsicherer als private Kapitaldeckungsverfahren, ganz im Gegenteil. Weiters gibt es viele Stellschrauben an denen gedreht werden kann, nicht nur das Pensionsantrittsalter, das nur eine unter vielen Möglichkeiten ist, ein System nachhaltiger zu finanzieren. Man könnte einen Teil des staatlichen Zuschusses zu allgemeinen Pensionsleistungen über höhere Steuern auf Erbschaften, Schenkungen oder wirklich hohe Einkommen und Vermögen finanzieren. Die wichtigste Stellschraube ist eine nachhaltige Balance zwischen Erwerbstätigen und PensionsbezieherInnen, das bedeutet ausreichend sozialversicherungspflichtige Jobs, und nicht der Ausbau von Niedriglohnsektor und dergleichen. Ein zukunftsfähiges Pensionssystem trägt der Komplexität der Dinge Rechnung und kann nicht mit Tante-Emma-Lösungen gesichert werden.

Weitere Informationen und eine Aufstellung öffentliche versus private Pensionsversicherungen finden sich im Buch „Zehn Mythen zur Zukunft der Arbeit“ von ZfZ-Forschern Tobias Hinterseer und Christian Alexander Belabed, erhältlich hier.

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Neue Arbeitszeitregelung im Handel: Gelebte Sozialpartnerschaft

Die Sozialpartnerschaft galt und gilt als wichtiger politischer Gestaltungsfaktor in der 2. Republik.[1]  Die den beiden politischen Großparteien nahestehenden Interessensgruppen – Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund / Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer – hatten einen großen informellen Einfluss vor allem auf arbeitsrechtliche und sozialpolitische Entscheidungen. Nach den Hochblütejahren der 1970er und 80er Jahre kam es aufgrund einer Reihe von geänderten Rahmenbedingungen des ökonomisch-politischen Systems in Österreich[2] zu einem zunehmenden Bedeutungsverlust sozialpartnerschaftlichen Einflusses. Mit der Bildung einer Mitte-Rechts Regierung (ÖVP/FPÖ) ohne Beteiligung der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) begann, so die wissenschaftliche Auseinandersetzung, eine Zäsur und das Ende der Sozialpartnerschaft[3]

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Buch Neuerscheinung am ZfZ: Zehn Mythen zur Zukunft der Arbeit

4483_001Wie wir in Zukunft arbeiten und wie sich die Arbeitswelt verändern wird, ist von vielen Einflussfaktoren abhängig. Die komplexen Entwicklungen werden in der Öffentlichkeit oft verkürzt dargestellt: Falsche Analysen und unrealistische Prognosen bieten Raum für Spekulationen und verdichten sich zu Mythen zur Zukunft der Arbeit, die meistens jeglicher wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Gerade im heftig umkämpften Bereich der Arbeit und der Arbeitswelt ist es von großer Bedeutung, auf Basis welcher Erzählungen, und Interessen die Zukunft gestaltet wird. So scheint es, dass unser Pensionssystem bald kollabiert, Mindestlöhne den Wirtschaftsstandort gefährden und Gewerkschaften antiquiert sind- Aber ist da wirklich so? Christian A. Belabed und Tobias Hinterseer vom Zentrum für Zukunftsstudien Salzburg haben sich genau mit diesen und weiteren Themen beschäftigt und daraus ein gut verständliches Buch verfasst.

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Zukunft mit Zahlen: Einkommen 2011 der unselbständig Beschäftigten

Die Serie Zukunft mit Zahlen hat sich bereits in früheren Beiträgen mit der Reallohnentwicklung, der Entwicklung der Einkommen in Salzburg nach den Daten der Sozialversicherung, sowie der „gender pay gap“ am Salzburger Arbeitsmarkt beschäftigt. Die Arbeiterkammer Salzburg hat kürzlich einen Bericht zur Einkommensentwicklung der Einkommen der unselbständig Erwerbstätigen verfasst . Ausgewertet wurde hierfür diesmal die Statistik für Lohnsteuer 2011 der Statistik Austria[1]

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Zukunft mit Zahlen: Arbeitsmarktmonitor 2012

Die Situationen auf den europäischen Arbeitsmärkten werden meist mit wenigen Indikatoren, wie z.B. der Arbeitslosigkeit, beschrieben und bewertet. Die Arbeiterkammer (AK) hat sich mit dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) zum Ziel gesetzt, ein komplexeres und aussagekräftigeres Instrument zum Vergleich der Arbeitsmärkte in Europa zu entwickeln: Damit soll ein  ein detailliertes Bild des europäischen Arbeitsmarktgeschehens dar gestellt  und eine gute Ausgangsbasis für weitere Forschungen geliefert werden . Das Ergebnis nennt sich ‚Arbeitsmarktmonitor‘ und ist ein Index, der sich aus verschiedenen Teilindices zusammensetzt.

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Ist Beschäftigungspolitik nur ein Übersetzungsfehler?

Eurostat veröffentlichte kürzlich aktuelle Arbeitslosenzahlen für die Eurozone und die Europäische Union. Sowohl in der Eurozone, als auch in der EU, stagniert die Arbeitslosigkeit demnach auf hohem Niveau. In der Eurozone lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2011 bei 10,4% und damit unverändert gegenüber November 2011. Im selben Zeitraum des Vorjahres lag die Arbeitslosenquote bei 10%. In der Europäischen Union lag die Arbeitslosenquote im Dezember 2011 bei 9,9% und damit unverändert gegenüber November 2011. Im Dezember 2010 lag die Arbeitslosenquote bei 9,5%.

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