Schlagwort-Archive: Sozialpartnerschaft

Harte KV-Verhandlungen: Anzeichen für eine Re-Politisierung der Arbeitsbeziehungen?

Anfang März wurden die Kollektivvertragsverhandlungen im Finanzbereich abgebrochen, da es zu keiner zufriedenstellenden Einigung zwischen den Interessensgruppen gekommen ist (ÖGB 07.03.2014). Dieser Abbruch fügt sich eine Reihe von harten geführten Kollektivvertragsverhandlungen der letzten Jahre ein, was als Re-Politisierung der Arbeitsbeziehungen gedeutet werden kann.

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Die Ambivalenz der Flexibilisierung

Flexibilisierung ist eines der Schlagwörter auf dem Arbeitsmarkt: Die Arbeitgeber fordern mehr Spielraum, ihre MitarbeiterInnen flexibler arbeiten zu lassen, um wirtschaftlich konkurrenzfähig zu bleiben. Die Gewerkschaften und ArbeiternehmerInnenvertretungen versuchen diese Forderungen im Sinne der Beschäftigten abzuschwächen. Im Buch „Zehn Mythen zur Zukunft der Arbeit“ wird im Kapitel „Mythos 10: Flexibilisierung ist schlecht im Job“ diese Ambivalenz der Flexibilisierungs-Problematik diskutiert. Es werden die negativen Seiten einer unkontrollierten Flexibilisierung aufgezeigt,  aber gleichzeitig deutlich gemacht, dass Flexibilisierung aus Sicht der Beschäftigten nicht generell schlecht sein muss.

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Neue Arbeitszeitregelung im Handel: Gelebte Sozialpartnerschaft

Die Sozialpartnerschaft galt und gilt als wichtiger politischer Gestaltungsfaktor in der 2. Republik.[1]  Die den beiden politischen Großparteien nahestehenden Interessensgruppen – Arbeiterkammer, Gewerkschaftsbund / Wirtschaftskammer, Landwirtschaftskammer – hatten einen großen informellen Einfluss vor allem auf arbeitsrechtliche und sozialpolitische Entscheidungen. Nach den Hochblütejahren der 1970er und 80er Jahre kam es aufgrund einer Reihe von geänderten Rahmenbedingungen des ökonomisch-politischen Systems in Österreich[2] zu einem zunehmenden Bedeutungsverlust sozialpartnerschaftlichen Einflusses. Mit der Bildung einer Mitte-Rechts Regierung (ÖVP/FPÖ) ohne Beteiligung der Sozialdemokratischen Partei (SPÖ) begann, so die wissenschaftliche Auseinandersetzung, eine Zäsur und das Ende der Sozialpartnerschaft[3]

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Flexicurity in Österreich- Sozialpartnerschaft just renamed?

Flexicurity ist seit einigen Jahren das Schlagwort der europäischen Beschäftigungsstrategie mit starkem Einfluss auf die Mitgliedsstaaten. Die Verbindung aus einem Anheben der Arbeitsmarktflexibilität bei gleichzeitiger Stärkung sozialer Sicherheiten soll ein zukünftiges Prosperieren der europäischen Wirtschaften garantieren. Dieser Aufsatz zeigt die Entwicklungen des österreichischen Arbeitsmarkts im sogenannten „flexicurity-security-nexus“ sowie den Wandel der Sozialpartnerschaft und des österreichischen Beschäftigungssystems. In dieser Arbeit wird argumentiert, dass  Flexicurity in Österreich nichts anders darstellt, als die Art der sozialpartnerschaftlichen Akkordierung und Gestaltung der  Sozial- und Arbeitsmarktpolitik in Österreich unter einem neuen Label: Der Status Quo ist ein Ergebnis eines ständigen Verhandlungsprozesses zwischen Flexibilitätsforderungen und Sicherheitskomponenten, vertreten durch zwei starke sozialpartnerschaftlich organisierte Interessensgruppen. Flexicurity als eigenständiges Arbeitsmarktkonzept für Österreich wird sich in Zukunft nicht durchsetzen.

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